Herbstbeginn am 23. September
Um 02:06 Uhr MESZ überquert die Sonne den Himmelsäquator, und der astronomische Herbst beginnt. Tag und Nacht sind an diesem Datum nahezu gleich lang. Was dabei astronomisch genau passiert und warum der Mondaufgang um diese Zeit ein besonderes Muster zeigt, gibt es in Kürze in einem eigenen Feature.
Vollmond und Erntemond am 26. September
Der Vollmond am 26. September trägt den Beinamen Erntemond, weil er in diesem Jahr der Tagundnachtgleiche am nächsten liegt. Rund um dieses Datum geht der Mond an mehreren Abenden hintereinander nur kurz nach Sonnenuntergang auf – ein auffälliges Muster, das dem Erntemond seinen Namen gibt. Praktischer Nebeneffekt für Beobachter: Saturn steht in dieser Nacht direkt in Mondnähe und ist auch ohne Fernglas gut zu erkennen.
Saturn und Neptun: zwei Planeten im Rampenlicht
Saturn wandert im September vom Sternbild Fische in den Walfisch und steuert auf seine Oppositionsstellung am 4. Oktober zu. Er geht bereits am Abend im Osten auf – Anfang des Monats gegen 21:13 Uhr, Ende September schon um 19:16 Uhr – und leuchtet mit 0,4 mag als hellstes sternartiges Objekt in dieser Himmelsregion. Nach Jahren der Kantenstellung sind seine Ringe wieder etwas besser zu sehen.
Noch enger getaktet ist Neptun: Er erreicht in der Nacht vom 25. auf den 26. September seine eigene Opposition und steht dabei nur wenig von Saturn entfernt am Himmel – für Fernglas- oder Teleskopbeobachter ein reizvolles Duo in einem Blickfeld.
Am Morgenhimmel bleiben zudem Jupiter und Mars sichtbar, die sich gemeinsam mit Saturn zeitweise zu einem Bogen entlang der Ekliptik auffädeln.
Sternschnuppen: zwei Maxima im September

Zwei Meteorströme erreichen im September ihren Höhepunkt:
• September-Perseiden – Maximum in der Nacht vom 9. auf den 10. September, mit bis zu zehn Sternschnuppen pro Stunde.
• Pisciden – Maximum am 20. September, ebenfalls mit etwa fünf bis zehn Meteoren pro Stunde.
Beide Ströme erreichen nicht die Raten der Perseiden im August, bieten aber bei klarem Himmel und wenig Mondlicht dennoch gute Gelegenheiten für eine Beobachtungsnacht.
XXL-Asteroiden in Erdnähe
Auch im September nähern sich wieder etliche Asteroiden der Erde – die allermeisten in völlig sicherer Entfernung. Unter ihnen sind diesen Monat zwei Brocken mit mehreren hundert Metern Durchmesser, die von der NASA besonders im Blick behalten werden. Welche das genau sind, wie nah sie kommen und was das für die tatsächliche Gefahrenlage bedeutet, gibt es demnächst in einem eigenen, ausführlichen Feature.
Der September markiert den Übergang vom Sommer- zum Herbsthimmel – und 2026 hat er einiges zu bieten: einen Erntemond, eine Neptun-Opposition, zwei Sternschnuppenströme und sogar ein paar XXL-Asteroiden, die (in sicherer Entfernung) an der Erde vorbeiziehen.
Hier der Überblick.
| Ereignis | Datum |
|---|---|
| September-Perseiden (Maximum) | Nacht 9./10. September |
| Pisciden (Maximum) | 20. September |
| Herbstbeginn (Tagundnachtgleiche) | 23. September, 02:06 Uhr MESZ |
| Neptun-Opposition | Nacht 25./26. September |
| Vollmond (Erntemond) | 26. September |
| Saturn-Opposition | 4. Oktober |

